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ABC der Grundversicherung

Wohnsitzwechsel ins Ausland

Sie haben sich entschlossen die Schweiz zu verlassen und Ihren festen Wohnsitz ins Ausland zu verlegen? Dann unterstehen Sie nicht mehr dem Krankenversicherungsgesetz KVG und sind bei einem Wohnsitzwechsel ins Ausland von der obligatorischen Versicherungspflicht befreit. Im Gegenzug ist Sanagate gesetzlich dazu verpflichtet, Ihre aktuell gültige Police per Abreisedatum zu beenden. Dazu müssen keine Kündigungsfristen eingehalten werden, das Einreichen der Abmeldebestätigung der Einwohnerkontrolle genügt. Am einfachsten geht dies per E-Mail an office.de@sanagate.ch.

 

Hinweis: Falls Sie weiterhin Ihrer Arbeitstätigkeit in der Schweiz nachgehen, beachten Sie zusätzlich den Abschnitt Grenzgänger.

Alternative Versicherungsmodelle

Die alternativen Versicherungsmodelle sind Varianten der obligatorischen Grundversicherung. Dabei ist die freie Arztwahl häufig eingeschränkt. Im Gegenzug haben Versicherte in diesem Modell die Möglichkeit, ihr Budget zu schonen und profitieren bei Sanagate von einer Prämienreduktion von bis zu 12%. Am häufigsten verbreitet sind die Modelle (HMO), Hausarztmodell und das telemedizinische Modell.

 

Sanagate bietet aktuell mit der Hausarztversicherung und dem telemedizinischen Modell SanaCall zwei alternative Versicherungsmodelle an.

Altersstufen – unterschiedliche Prämien?

In der Grundversicherung gibt es laut dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) insgesamt drei Altersstufen.

 

Wie werden die drei Altersstufen unterteilt? 

Kinder: Kinder bis und mit dem 18. Altersjahr (inkl. dem Jahr, in welchem man den 18. Geburtstag feiert).

Jugendliche: Junge Erwachsene vom 19. bis und mit dem 25. Lebensjahr.

Erwachsene: Alle Personen ab dem 26. Lebensjahr.

 

Hinweis: Bei Sanagate sind die Prämien pro Altersstufe unterschiedlich. Jugendliche profitieren zudem von einem Jugendrabatt von bis zu 20%.

 

Doppelte Prämienbelastung bei Versicherungswechsel? (Doppelversicherung)

Bei der obligatorischen Grundversicherung gilt der unterzeichnete und eingereichte Versicherungsantrag als provisorisch, bis die Versicherungssbestätigung bei der aktuellen Krankenkasse eingegangen ist. Dadurch ist ein nahtloser Übergang gewährleistet und es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Der Wechsel findet jeweils per 1.1. des Folgejahres bzw. per 1.7. des aktuellen Jahres statt. 

Franchise

Wenn Kosten für Arzt-, Spital-Behandlungen oder Medikamente entstehen, müssen die Versicherten zuerst selber Kosten übernehmen, da diese Kosten nicht in der Grundversicherung komplett gedeckt werden. Diese erste Kostenbeteiligung wird Franchise genannt. Erst wenn die Kosten die vereinbarte Franchise übersteigen, beteiligt sich die Krankenversicherung an den weiteren Kosten (abzüglich Selbstbehalt). Die Franchise muss pro Kalenderjahr nur einmal bezahlt werden.

 

Gesetzliche Franchise

Für Erwachsene beträgt die ordentliche respektive gesetzliche Franchise CHF 300, für Kinder CHF 0.

 

Wählbare Franchise:

Die Franchise kann von den Versicherten freiwillig bis zum maximal Betrag von CHF 2‘500 erhöht werden, um in den Genuss eines Prämienrabattes zu kommen.

 

Änderung der Franchise:

Die Franchise kann per Ende Jahr geändert werden. Dazu genügt ein eingeschriebener Brief, der spätestens am letzten Arbeitstag im November beim Krankenversicherer eintreffen muss.

 

Weitere Informationen zum Thema Franchise finden Sie auch in unserem Blogbeitrag „Franchise und Selbstbehalt – was ist das"

Unterschied HMO und Hausarztmodell

Bei HMO und dem Hausarztmodell handelt es sich um zwei Varianten in der Grundversicherung.

 

HMO steht für Health Maintenance Organization, bzw. auf Deutsch Gesundheitserhaltungsorganisation. Versicherte in diesem Modell verpflichten sich im Krankheitsfall immer zuerst den gewählten Hausarzt zu konsultieren, welcher Mitglied des HMO-Netzwerks ist und in einer eigenen Praxis beziehungsweise Gruppenpraxis tätig ist. Dies gilt nicht bei einem Notfall. Die Sanagate bietet kein HMO-Modell in der Grundversicherung an.

 

Auch beim Hausarztmodell verpflichtet man sich in einem Krankheitsfall immer zuerst den Hausarzt zu konsultieren. Im Unterschied zum HMO-Modell muss der gewählte Hausarzt nicht Mitglied des HMO-Netzwerkes sein, sondern lediglich auf der von der Krankenversicherung definierten Liste stehen. Ausgenommen von dieser Regelung sind auch in diesem Fall Notfallbehandlungen.

 

In beiden Fällen wird der Patient, wenn nötig vom Hausarzt, an einen Spezialisten oder ins Spital weiterverwiesen. Beide Varianten schränken die Leistungen der Grundversicherung nicht ein. Es gibt einzig bei der freien Arztwahl Einschränkungen.

 

Grenzgänger

Grenzgänger sind Personen, bei welchen der Wohn- und Arbeitsort in unterschiedlichen EU-Ländern besteht. Personen, welche z. B. in der Schweiz wohnen aber in einem EU/EFTA-Land arbeiten, sind im Arbeitsland versicherungspflichtig und müssen hierbei eine Versicherungsdeckung gemäss den bilateralen Verträgen im Arbeitsland abschliessen. In solchen Fällen kann die Schweizer Krankenversicherung nicht beibehalten werden. Dies gilt natürlich auch umgekehrt. Wenn jemand beispielsweise in Deutschland wohnt, aber in der Schweiz arbeitet, muss die Person aufgrund des Erwerbsprinzips eine Schweizer Grundversicherung gemäss den bilateralen Verträgen abschließen. 

 

Bitte beachten Sie, dass bei der Sanagate, aufgrund von nicht vorhandenen bilateralen Verträgen, keine Police für Grenzgänger (Aufenthaltsbewilligung G) abgeschlossen werden kann. Dies ist im Art. 4 in der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) geregelt. Aus diesem Grund empfiehlt Ihnen Sanagate die Kontaktaufnahme mit einem grösseren Krankenversicherer.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserem SanaBlog. 

Grundversicherung

Die Grundversicherung ist für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch.


Die Grundversicherung übernimmt die Kosten für medizinisch notwendige und anerkannte Behandlungen bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft. Übernommen werden auch vom Arzt angeordnete Untersuchungen wie Labortests und Röntgenaufnahmen sowie Behandlungen durch zugelassene Hilfspersonen wie Pflegepersonal und Physiotherapeuten. Die Leistungen der obligatorischen Grundversicherung sind gesetzlich festgelegt und deshalb bei allen Krankenversicherern gleich.

 

Wer durch seinen Arbeitgeber bereits gegen Unfall versichert ist, kann die Unfalldeckung ausschliessen.

Individuelle Prämienverbilligung

Personen, welche in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Prämienverbilligung bei der Grundversicherung. Die Voraussetzungen sowie die Höhe der individuellen Prämienverbilligungen sind kantonal unterschiedlich.

 

Weitere Informationen zur Prämienverbilligung finden Sie auch hier. 

 

Kantonale Spitalliste

Die obligatorische Grundversicherung übernimmt abzüglich der Kostenbeteiligung die vollen Kosten für den stationären Aufenthalt auf der allgemeinen Abteilung eines Spitals, welches auf der Spitalliste des Wohnkantons eines Versicherten aufgeführt ist und über den entsprechenden Leistungsbereich verfügt. Die Spitalliste des Wohnkantons kann inner- und ausserkantonale Spitäler umfassen. Ist das Spital nur auf der Spitalliste eines anderen Kantons aufgeführt, werden die Kosten nur übernommen, sofern ein Notfall oder medizinische Gründe vorliegen. Dazu wird eine kantonsärztliche Bewilligung benötigt (ausgenommen bei Notfällen).

Kostenbeteiligung Grundversicherung

Einen Teil der Kosten aus der Grundversicherung muss der Versicherte selber übernehmen. Die Kostenbeteiligung besteht aus drei Komponenten:

 

Franchise

Der Versicherte bezahlt innerhalb eines Kalenderjahres die Rechnungen bis zu einem definierten Betrag selber. Dieser Betrag nennt sich "Franchise". Die ordentliche Franchise beträgt CHF 300 und wird erst ab dem 19. Altersjahr erhoben. Um Prämien zu sparen, kann die Franchise freiwillig bis zu CHF 2500 erhöht werden.

 

Selbstbehalt

Der Selbstbehalt bei der Grundversicherung beträgt 10% und wird auf den Teil der Kosten berechnet, der den Franchisenbetrag übersteigt. Der Selbstbehalt beträgt jährlich maximal CHF 700 für Erwachsene und CHF 350 bis zum vollendeten 18. Altersjahr. Wer sich vom Arzt ein Originalmedikament anstelle  eines gleichwertigen Generikums verschreiben lässt, muss 20%Selbstbehalt bezahlen.

 

Bei Mutterschaft darf für die gesetzlichen Leistungen aus der Grundversicherung keine Kostenbeteiligung erhoben werden. Wenn die Schwangerschaft jedoch nicht komplikationslos verläuft, gilt dies als Krankheit und die Kostenbeteiligung wird erhoben.

 

Täglicher Beitrag bei Spitalaufenthalt

Bei einem Spitalaufenthalt fällt zusätzlich ein täglicher Selbstbehalt von 15 Franken an.

Von dieser Regel ausgeschlossen sind Kinder, junge Erwachsene (bis zum vollendeten 25. Altersjahr) in Ausbildung und Frauen bei Mutterschaftsleistungen.

 

 

KVG

KVG ist die Abkürzung für Krankenversicherungsgesetz. Es ist die Grundlage für die Grundversicherungen und das Taggeld nach KVG.

OKP

OKP ist die Abkürzung für die Obligatorische Krankenpflegeversicherung, welche auch Grundversicherung genannt wird.

Selbstbehalt Grundversicherung

Der Selbstbehalt beträgt 10% und wird auf den Teil der Kosten berechnet, der den Franchisenbetrag übersteigt. Der Selbstbehalt beträgt jährlich maximal CHF 700 für Erwachsene und CHF 350 bis zum vollendeten 18. Altersjahr. Wer sich vom Arzt ein Originalmedikament anstelle  eines gleichwertigen Generikums verschreiben lässt, muss 20% Selbstbehalt bezahlen.

Telmed

Das Telmed-Modell ist eine Variante der obligatorischen Grundversicherung. Versicherte in diesem Modell verpflichten sich, vor jedem Arztbesuch das unabhängige telemedizinische Zentrum von Medgate zu kontaktieren. Dabei führt das Ärzteteam von Medgate eine medizinische Beratung durch und legt die weitere Behandlung fest. Sanagate bietet das Telmed-Modell SanaCall an.

 

Weitere Informationen zu zur Grundversicherung SanaCall finden Sie hier. 

Trennung von Grund- und Zusatzversicherung

Die Grundversicherung und Zusatzversicherungen können problemlos bei verschiedenen Kassen abgeschlossen werden.

So können Sie vorgehen, wenn Sie Grund- und Zusatzversicherung bei verschiedenen Kassen führen wollen:

1. Machen Sie vor dem Einsenden eine Kopie der Rechnung für Ihre Unterlagen.

2. Schicken Sie Ihre Rechnungen an die Kasse, bei welcher Sie die Grundversicherung haben. Weisen Sie die Kasse darauf hin, dass Sie noch Zusatzversicherungen bei einer anderen Kasse führen. Die Grundversicherungskasse prüft die Rechnung und sendet Ihnen eine Abrechnung zu.

3. Sie können dann die Abrechnung mit einer Kopie der Arztrechnung an die Kasse weiterleiten, bei der Sie die Zusatzversicherung(en) führen.

Versicherungskarte

Die Versicherungskarte wird allen Personen, welche eine Grundversicherung bei Sanagate abgeschlossen haben, automatisch zugestellt und kann in der Schweiz wie auch im Ausland eingesetzt werden. 

 

Die Karte im Kreditkartenformat enthält alle wichtigen Informationen über den jeweiligen Versicherungsschutz und vereinfacht Ihre Kommunikation mit Spitälern, Ärzten und Apotheken.

 

Weitere Informationen zur Versicherungskarte finden Sie auch hier.