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Gesundheitskostenauszug - Was ist das?

Gesundheitskosten können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Um das Ausfüllen der Steuererklärung zu erleichtern, stellen viele Versicherungen ihren Kunden einen Gesundheitskostenauszug auf freiwilliger Basis kostenlos zu. 

Gesundheitskostenauszug
FOTOLIA

Um die im Jahr angefallenen Gesundheitskosten von der Steuer abzuziehen, können die Prämienrechnungen wie auch die Leistungsabrechnungen der Steuererklärung beigelegt werden. Dies kann je nach Menge der Leistungsabrechnungen natürlich etwas umständlich werden. Ein gesammelter Auszug ist da viel praktischer. Daher bieten viele Versicherungen einen Gesundheitskostenauszug an. Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet.

 

Sanagate bietet einen Gesundheitskostenauszug an.

Der Gesundheitskostenauszug führt folgende Angaben auf:

  • Wie viel Prämie Sie im vergangenen Jahr bezahlt haben.
  • Welchen Betrag Sie für Gesundheitskosten ausgegeben haben.
  • Welchen Betrag die Versicherung für Sie übernommen hat.

 

Relevant ist das Abrechnungsdatum

Bei der Erstellung des Gesundheitskostenauszugs wird das Abrechnungsdatum (der Versicherung) und nicht das Behandlungsdatum berücksichtigt. Das bedeutet, dass auf dem Auszug nur jene Rechnungen aufgeführt werden, die auch im entsprechenden Steuerjahr von der Versicherung verarbeitet wurden.

  • Wenn Sanagate eine Rückforderungsbeleg Ende 2018 erhält, diesen aber erst Anfang 2019 abrechnen kann, werden diese Gesundheitskosten erst auf dem Steuerauszug 2019 aufgeführt.
  • Wenn Ärzte/Spitäler etc. Rechnungen erst im neuen Jahr ausstellen und an die Krankenversicherung senden, können diese erst auf dem Steuerauszug 2019 aufgeführt werden, auch wenn diese Behandlungen im Jahr 2018 erfolgt sind.

Wichtig: Behandlungen, die erst im Folgejahr abgerechnet werden, werden dennoch der Franchise des Behandlungsjahres angerechnet, da für die Franchise immer und nur das Behandlungsdatum relevant ist. Lesen Sie auch den Artikel Jahreswechsel und Arztrechnungen aus dem alten Jahr.

Die häufigsten Fragen:

Viele Kunden wünschen sich, dass sämtliche Rechnungen aus demselben Behandlungsjahr auf dem gleichen Auszug aufgeführt werden.

Es ist verständlich, dass sich Kunden einen Auszug mit den gesamten angefallenen Gesundheitskosten eines Kalenderjahres wünschen. Jedoch können aufgrund der Masse an eingesendeter Rückforderungsbelegen und der Festtage eine Vielzahl der Rechnungen jeweils erst anfangs Januar verarbeitet werden. Diese im Januar verarbeiteten Rechnungen werden dann auf dem Gesundheitskostenauszug 2019 aufgeführt, da diese Kosten für den Kunden auch erst im neuen Jahr anfallen und dadurch das Steuerjahr 2019 betreffen.

Weshalb kann die Krankenkasse den Auszug nicht erst ein paar Monate später, nachdem alle Rechnungen aus dem Vorjahr abgerechnet sind, erstellen?

Für eine abschliessende Auflistung müssen wir uns auf das Abrechnungsdatum stützen. Denn auch wenn wir die Auszüge erst im Februar machen würden, könnten Arztrechnungen bis zu fünf Jahre nach Behandlung eingereicht werden. So müsste der Gesundheitskostenauszug immer wieder angepasst werden. „Würden wir das Behandlungsdatum berücksichtigen, müssten die Auszüge laufend aktualisiert werden und wir könnten den Versicherten nie eine abgeschlossene Auflistung zur Verfügung stellen“, so Marcel Weder, Leiter des Kundendienstes. „In dem wir für den Auszug das Abrechnungsdatum berücksichtigen, können wir für jedes Jahr eine abschliessende Auflistung gewährleisten. Denn das Abrechnungsdatum ist eindeutig und kann immer dem dazugehörenden Jahr zugeordnet werden.“

Was kann ich tun, um nicht aufgeführte Behandlungskosten des vergangenen Jahres bei der Steuererklärung doch noch anzugeben?

Falls nicht alle Behandlungskosten auf dem Auszug aufgeführt werden konnten, können Sie die noch fehlenden Rechnungen selbstständig ergänzen und der Steuererklärung die Rechnungskopien oder Leistungsabrechnungen beilegen. 

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