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Intervall-Fasten – ein neuer uralter Ernährungstrend.

Hört man den Begriff Intervall-Fasten, denkt man womöglich an eine Diät, was wiederum Verzicht auf alles Gute bedeutet. Keine Angst, dem ist nicht so. Denn Intervall-Fasten ist keine Diät. Es ist eine Ernährungsweise, bei der Sie in erster Linie nicht darauf achten, WAS Sie essen, sondern WANN Sie essen. 

Nahrungsaufnahme in einem festgelegten Zeitfenster.
Nahrungsaufnahme in einem festgelegten Zeitfenster.

Was ist Intervall-Fasten?

Beim Intervall-Fasten wird täglich über einen mehrstündigen Zeitraum auf Nahrung verzichtet. Dadurch werden im Körper energiebringende Hormone ausgeschüttet und die Fettverbrennung angekurbelt. Langfristig wirkt sich dies positiv auf den gesamten Stoffwechsel aus. Natürlich ist der Einstieg nicht immer einfach. Der Körper muss sich an eine Ernährungsumstellung gewöhnen, was nicht von heute auf morgen geschieht. Die Eingewöhnungsphase ist beim Intervall-Fasten aber verhältnismässig kurz. Denn es basiert auf einem Konzept, zu dem unser Körper natürlich veranlagt ist. Das Intervall-Fasten wurde schon von unseren Urahnen unbewusst praktiziert. Während wir heute essen können wann immer wir wollen, mussten früher die Jäger und Sammler ihre Nahrung erst beschaffen – und das hat Zeit beansprucht. Es war damals also völlig normal, auf sein Essen zu warten und für gewisse Zeit auf Nahrung zu verzichten. 

 

Was verspricht Intervall-Fasten?

Der tägliche, mehrstündige Nahrungsverzicht beim Intervall-Fasten wirkt sich positiv auf den Stoffwechselmechanismus des Körpers und unser Wohlbefinden aus:

  • Heisshunger verringern bis loswerden
  • Langfristiges Abnehmen ohne Jojo-Effekt
  • Mehr Energie und Konzentration
  • Reduktion der Fettmasse
  • Vorbeugung von Diabetes Typ 2 und Herzkreislauferkrankungen

 

Die 16:8-Methode

Es gibt verschiedene Arten von Intervall-Fasten. Am weitesten verbreitet ist die 16:8-Methode, welche sich auch für Einsteiger gut eignet. Wer auf diese Art fastet, verzichtet 16 Stunden auf Nahrungsaufnahme, inklusive Flüssigkeiten wie Milch oder Fruchtsaft. Wasser darf und soll aber jederzeit genug getrunken werden. In den verbleibenden 8 Stunden darf geschlemmt werden, wobei es natürlich von Vorteil ist, auch gesunde Mahlzeiten einzubauen. Von den 16 Fastenstunden, verbringen wir in der Regel die Hälfte schlafend. Die übrigen 8 Fastenstunden können auf 4 Stunden am Abend und 4 Stunden am Morgen und Vormittag aufgeteilt werden. Wer beispielsweise um 20 Uhr zuletzt gegessen hat, überspringt am nächsten Tag das Frühstück und nimmt um 12 Uhr mit dem Mittagessen die erste Mahlzeit zu sich. Sie wollen sich nicht von heute auf morgen von Ihrem geliebten Milchkaffee und dem Konfibrötli verabschieden? Dann beginnen Sie mit einer 14-stündigen Fastenzeit und verlegen Sie Ihr Frühstück auf 10 Uhr. Lassen Sie Ihrem Körper Zeit, sich schrittweise an die Ernährungsumstellung zu gewöhnen.

 

Intervall-Fasten – für alle geeignet?

Auch wenn die Steinzeitmenschen sich so ernährt haben, heisst das nicht, dass Intervall-Fasten sich für alle eignet und nur gesund ist. Hören Sie auf Ihren Körper. In den ersten zwei Wochen kann es zu vermehrten Kopfschmerzen und leichtem Schwindel kommen. Sollte Ihr Körper aber über längere Zeit schlechte Signale senden und Sie sich weiter unwohl fühlen, ist es für Sie womöglich nicht das Richtige. Falls Sie eine Stoffwechselkrankheit oder einen tiefen Blutdruck haben, suchen Sie vor der Ernährungsumstellung einen Arzt oder eine Ärztin auf und vereinbaren Sie während der ersten drei Monate Kontrolltermine. Auch bei regelmässiger Einnahme bestimmter Medikamente ist es sinnvoll, sich vorher ärztlich beraten zu lassen. Das Intervall-Fasten wird Kindern im Wachstum und älteren Menschen nicht empfohlen.

 

Wir wünschen Ihnen einen guten Start und viel Motivation beim Selbstversuch.

 

 

Weiterführende Literatur

Bettina Snowdon: Schlank durch Intervallfasten

Philipp Rauscher: Get F.I.T., Think Lean! 

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