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Selbstheilung mit Kinesiologie

Mit der Kinesiologie aktivieren Sie Ihre Selbstheilungsfähigkeiten und lösen erschaffene Blockaden auf. Sie erhalten Ihr inneres Gleichgewicht zurück, so dass Sie auf Ihr vollumfängliches Potenzial zurückzugreifen können.

Kinesiologie. ISTOCKPHOTO.
Kinesiologie. ISTOCKPHOTO.

Einem Neuling wird die Kinesiologie als ein sonderbares und geheimnisvolles Feld erscheinen. Sie lässt sich nur schwer zwischen östlicher und westlicher Weisheit einordnen und kann nicht in bekannte Behandlungsmethoden eingestuft werden. Was passiert genau während einer kinesiologischen Sitzung? Wird in der kinesiologischen Sitzung vorwiegend gesprochen, gibt es eine manuelle Behandlung oder werden Übungen gemacht? Wie erkennt die Kinesiologie die Leidensursache und wie man den Klienten am besten behandeln sollte? In diesem Artikel haben wir versucht, mit Hilfe von Christine Gerber, aktiver Kinesiologin in Bern, diese und andere Fragen zu beantworten, und haben am eigenen Körper erfahren, wie ein Muskeltest durchgeführt wird.
 

Heilung als dynamischer Prozess
Der Begriff Kinesiologie stammt aus dem Griechischen (kinesis + logos) und bedeutet „Bewegungsstudium". Christine meint dazu: „Es ist in der Tat ein Lernweg des Klienten. Der Klient lernt in Bewegung, da ein Lernprozess immer dynamisch ist". Die Entwicklung, die vom Leiden zur Gesundheit führt, beziehungsweise zur Wiederherstellung eines Gleichgewichts, ist Bewegung, sei es körperlich oder geistig.
 

Ein grosser Wissensschatz
Kinesiologie als alternative Heilmethode zeichnet aus, dass sie eine grosse Bandbreite an Wissen nutzt. Sie verbindet östliche wie auch westliche Weisheiten. Sie berücksichtigt die Meridiane der traditionellen chinesischen Medizin, das indische Chakrasystem, die Psychologie und die körperliche Arbeit an Sehnen und Muskeln. Sobald die Leidensursache ermittelt wurde, kann der Therapeut auf eine beeindruckende Vielzahl an verfügbaren Techniken zurückgreifen. Zu diesen gehören unter anderem:
 

  • Akupressur
  • manuelle Stimulation der Meridiane
  • Energieimpulse und -übungen
  • Visualisierungstechniken
  • Entspannung
  • Atmung
  • Ernährungsberatung
  • Gespräche
  • Umprogrammierung von Glaubenssätzen

 


Die Ursache, nicht das Symptom

Die Kinesiologie vermeidet den Fokus auf die Symptome und konzentriert sich stattdessen auf die Ursache einer Störung, welche die persönlichen Fähigkeiten durch verschiedene Faktoren wie beispielsweise Stress blockieren. „Ein typisches Beispiel ist die Prüfungsangst. Die Prüfungsangst lässt Sie vergessen, was Sie wissen. Ihre Fähigkeiten sind zwar vorhanden, aber die Blockaden (der Stress), hindern Sie daran, auf Ihr Wissen zuzugreifen.“  
 

Die ursprüngliche Ursache einer Störung kann sich stark von dem unterscheiden, was ein Symptom vermuten lässt. „Nehmen wir den Fall eines Klienten, der Schmerzen in der Schulter. Es kann sich beispielsweise herausstellen, dass diese Person ständig mit seinem Nachbarn streitet. Auf Dauer kann eine solche Stressquelle unbewusst zu Schulterschmerzen führen. Während die klassische Medizin die Verspannung behandeln oder den Schmerz lindern würde, untersucht die Kinesiologie die ursprünglichen Ursachen (Stressquelle) des Ungleichgewichts.“
 

Diese Ursachen können emotionaler, struktureller, biochemischer und ernährungsphysiologischer Natur sein. Aber hinsichtlich der ewigen Frage von Ei und Huhn ist es oft nicht möglich, eine Ursprungsursache zu identifizieren und zu benennen. Emotionalen Reaktionen werden beispielsweise in bestimmten Körperteilen erzeugt und können über Jahre im Körper ‚gespeichert‘ werden.

Die Kinesiologie ist eine ganzheitliche Methode: Im Beispiel mit dem Klienten und seinen Schulterschmerzen haben wir eine körperliche Ebene (Schmerz), eine emotionale Ebene (den Streit), auf der wir auf der mentalen Ebene arbeiten können. Wir können die persönlichen Glaubenssätze umprogrammieren. Alle diese Ebenen interagieren miteinander.

 

Der Muskeltest
Wie durchblickt man dieses komplexe Zusammenspiel von Ursachen und Reaktionen? "Das Instrument, das die Kinesiologie zu anderen alternativen Heilmethoden unterscheidet, sind Muskeltests. Einfach ausgedrückt, zeigt es den Unterschied zwischen fliessender Energie und blockierter Energie an. Wenn ich mit etwas auseinandersetze, was für mich gut ist, wird mein Muskeltonus gestärkt, aber wenn ich mich mit etwas beschäftigen muss, das mich frustriert, schwächt sich mein Muskeltonus. Der Test hat nichts mit körperlicher Stärke zu tun, es ist nur eine Frage, wie der Muskeltonus auf eine bestimmte Frage reagiert ".
 

Christine bietet mir eine Demonstration an und bittet mich, meinen Arm in die Luft zu strecken. Sie fordert mich auf, an etwas Frustrierendes zu denken. Sie drückt mit einem leichten Druck auf meinen Arm und ich spüre sofort, wie sich der Arm unter ihrem Druck nach unten bewegt, ohne dass ich dagegenhalte kann. Wir wiederholen das Experiment mit einem positiven Gedanken und ich kann ihrem Druck problemlos standhalten, ohne dass der Armwinkel nachgibt. Ich denke sofort: „Christine, du hast beim Runterdrücken nicht dieselbe Kraft angewendet hat, das habe ich doch gespürt!“ Christine sieht mir meine Zweifel sofort an und versichert mir: "Der Druck ist wirklich beide Male der gleiche. In der Ausbildung zur Kinesiologin haben wir während des Trainings den Druck mit der Waage üben müssen".
 

Angesichts der Tatsache, dass der Klient keine Gegenkraft ausüben sollte, sondern nur dem Druck standhalten muss, ist es für den Klienten überraschend zu erfahren, dass das Ergebnis nicht durch Willenskraft beeinflusst werden kann: „Es kommt vor, dass jemand unbedingt ein bestimmtes Testergebnis erreichen möchte. Aber durch meine Erfahrung erkennen ich sofort, wenn jemand aktiv versucht, das Testergebnis zu beeinflussen".

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